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Gesundheit im Betrieb stärken – von der Lehre bis in den Arbeitsalltag

vor 13 Minuten
2 Min. Lesezeit

Betriebliches Gesundheitsmanagement beginnt nicht erst dann, wenn Belastungen sichtbar werden. Es setzt früher an: bei Prävention, gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen und Angeboten, die Mitarbeitende in unterschiedlichen Lebens- und Berufsphasen erreichen.



Zwei Programme der Lungenliga Zentralschweiz zeigen, wie das konkret aussehen kann: zackstark – nikotinfrei durch die Lehre und PulMotion.


zackstark – nikotinfrei durch die Lehre

Gerade in der Berufsbildung können Gewohnheiten entstehen, die weit über die Lehrzeit hinaus wirken. Das Programm zackstark setzt deshalb gezielt bei Lernenden an.

Teilnehmende Lernende schliessen mit ihrem Ausbildungsbetrieb eine Vereinbarung und verpflichten sich, während der gesamten Lehrzeit nikotinfrei zu bleiben. Das gilt nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in Schule und Freizeit. Berufsbildnerinnen und Berufsbildner übernehmen dabei eine wichtige Rolle: Sie begleiten, motivieren und unterstützen die Jugendlichen. Wer die Vereinbarung einhält, erhält eine Belohnung durch den Lehrbetrieb und zusätzliche Anerkennung durch die Lungenliga Zentralschweiz.


Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um klassische Zigaretten. Das Angebot greift auch neuere Nikotinprodukte auf, darunter E-Zigaretten, Snus und Shisha. Ergänzend stehen Workshops, Informationsangebote und weitere Präventionsmassnahmen zur Verfügung.

Für Lehrbetriebe entsteht damit ein vergleichsweise einfacher Ansatz, Gesundheitsförderung sichtbar in die Ausbildung zu integrieren und gleichzeitig Verantwortung für die nächste Generation von Mitarbeitenden zu übernehmen.


PulMotion – Gesundheitsförderung direkt im Betrieb

Während zackstark gezielt Lernende anspricht, richtet sich PulMotion an Mitarbeitende im gesamten Unternehmen.


Das Angebot der Lungenliga Zentralschweiz bringt Gesundheitsförderung direkt in den Arbeitsalltag. Betriebe können aus unterschiedlichen Workshops und Formaten wählen, unter anderem zu Atmung, Stressbewältigung, Schlaf und Nikotinfreiheit. Die Angebote werden individuell auf den Betrieb abgestimmt und vor Ort beziehungsweise nach Vereinbarung durchgeführt.


Ein Beispiel ist der Stressbewältigungs-Check mit HRV-Messung. Mitarbeitende setzen sich dabei mit Stressregulation auseinander und lernen, wie bewusste Atmung Erholung, Konzentration und Gesundheit unterstützen kann. Auch Themen wie Schlaf werden praxisnah aufgegriffen.


Dass solche Formate auf Interesse stossen, zeigen auch die bisherigen Zahlen: 2024 nahmen schweizweit 1’484 Mitarbeitende aus 38 Betrieben an 80 PulMotion-Workshops teil.


Prävention als Teil einer gesunden Unternehmenskultur

Beide Angebote verfolgen unterschiedliche Ansätze, haben aber ein gemeinsames Ziel: Gesundheit soll im Betrieb nicht abstrakt bleiben, sondern konkret erlebbar und umsetzbar werden.


Bei zackstark steht die Prävention bereits am Beginn des Berufslebens im Zentrum. PulMotion unterstützt Mitarbeitende dabei, ihre Gesundheit auch im laufenden Berufsalltag bewusster wahrzunehmen und zu stärken.


Für Unternehmen liegt darin ein wichtiger BGM-Gedanke: Gesundheitsförderung funktioniert besonders dann, wenn sie nicht als Einzelmassnahme verstanden wird, sondern in die Unternehmenskultur eingebettet ist. Dazu gehören Aufmerksamkeit für Belastungen, konkrete Präventionsangebote und Rahmenbedingungen, die gesundes Verhalten erleichtern.


Gerade deshalb sind Programme wie zackstark und PulMotion interessante Beispiele dafür, wie betriebliche Gesundheitsförderung praxisnah, zielgruppengerecht und direkt im Arbeitsumfeld umgesetzt werden kann.

Weitere Informationen:

 
 
 

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